über 750 Lichtenauer stimmten über Energiestadt ab
Das Tempo für die Neugestaltung und zukünftige Ausrichtung der Energiestadt Lichtenau hat an Fahrt aufgenommen. Im Zuge der Zukunftskonferenz ist die Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Marketing - Energiestadt Lichtenau“ dabei sehr aktiv und bat die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lichtenau im Rahmen einer Meinungsabfrage um eine ehrliches Meinungsbild zum Thema „Energiestadt Lichtenau“. Detaillierte Informationen sind unter www.tz-lichtenau.de zu finden.
Abstimmungsergebnis: 660 JA-Stimmen zum Antrag, nur 72 NEIN-Stimmen und 5 ungültige.
Die erste konkrete Maßnahme der Arbeitsgruppe war die Einbindung der Lichtenauer Bürgerinnen und Bürger in Form einer Anregung an den Rat der Stadt Lichtenau nach §8 der Hauptsatzung der Stadt Lichtenau vom 04.04.2008 in der Fassung der 1. Änderungssatzung vom 17.11.2010, der den Lichtenauer Rat auffordern soll, u.a. bis 2020 den Lichtenauer Energieverbrauch zu 100% auf heimische, Erneuerbare Energiequellen umzustellen. Hierzu soll auch die Bevölkerung und die Wirtschaft seitens der Stadt für den Einsatz Erneuerbarer Energien, Energieeinsparung und effizientes Bauen weiter sensibilisiert und motiviert werden.
Die Neuordnung der Windvorranggebiete der Stadt Lichtenau nach dem neuen Windenergieerlass, aber auch das generelle Umdenken in der Bevölkerung nach dem geplanten Atomausstieg der Bundesregierung sowie dem steigenden Bewusstsein zu Energieeinsparung und effizientem Modernisieren sind einige Beispiele. Noch hat Lichtenau mit den vorhandenen Windparks, dem Technologiezentrum für Zukunftsenergien (TZL) und dem Projekt Holzschnitzelanlage in Herbram-Wald einen Vorsprung gegenüber anderen Regionen in NRW. Der Wind und die Waldgebiete geben gerade in Lichtenau Anlass, hier weiterzuarbeiten.
Die Darstellung attraktiver Förderprogramme, aber auch Informationsveranstaltungen im TZL, in denen in Vorträgen gute Beispiele aus anderen Regionen aufgezeigt werden, sind Bausteine und Maßnahmen in der Meinungsabfrage. Mit dieser Vorgehensweise war die Unterstützung möglichst vieler Lichtenauer Bürgerinnen und Bürger gefragt, denn ohne dessen Zustimmung, Motivation und Bürgerengagement ist langfristig eine „Energiestadt“ nicht tragfähig, so die Meinung der Arbeitsgruppe.
Die Bürgerabfrage konnte mit Zustimmung oder Ablehnung erfolgen. Die ausgefüllten Meinungsabfragen konnten im Bürgerbüro der Stadtverwaltung sowie im Technologiezentrum für Zukunftsenergien in eine Wahlurne geworfen werden oder in der Rechtsanwaltskanzlei Rebbe abgegeben werden. Die Abstimmung wurde selbstverständlich vertrauensvoll behandelt.
Bei Rückfragen steht als Ansprechperson des Handlungsfeldes „Wirtschaft und Marketing – Energiestadt Lichtenau“ Frau Sandra Claes von der Stadt Lichtenau – Fachbereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing - unter Tel.: 05295 9989528 oder E-Mail unter claes@lichtenau.de gerne zur Verfügung.
