Kurzbeschreibung

Geschichte

Die Wurzeln der Region "Südliches Paderborner Land" liegen in der Tradition des Kreises Büren als selbständiger Verwaltungseinheit begründet, die nach 160 Jahren mit der Kommunalreform 1975 zum überwiegenden Teil im Kreis Paderborn aufgegangen ist. Schon bevor es den Kreis Büren gab, prägte die Auseinandersetzung um die Selbständigkeit gegenüber der mächtigen Domstadt Paderborn die Region. Im Mittelalter waren es die Edelherren von Büren, die Grafen von Westphalen in Fürstenberg und das Kloster Dalheim, die ihre territorialen Ansprüche gegen den Fürstbischof von Paderborn ausfochten. Im Jahr 1816, nach vorangegangener Säkularisation und Auflösung des Königreichs Westfalen, entstand dann die Verwaltungseinheit 'Kreis Büren'.

 

Rapsfeld im Frühling Rapsfeld im Frühling Natur und Landschaft

Naturräumlich ist das "Südliche Paderborner Land" eine Region der Übergänge. Zentraler Bestandteil ist die Paderborner Hochfläche, eine leicht nach Osten und Süden ansteigende Hochfläche, größtenteils ackerbaulich genutzt und heute geprägt durch die Windenergienutzung. Gegliedert wird das Karstgebiet der Hochfläche durch die tief eingeschnittenen Kastentäler von Alme, Afte, Altenau und Sauer. Die Täler der Hochfläche mit ihren extensiv genutzten Flanken, den Streuobstgürteln rund um die Dörfer und Kalkhangbuchenwäldern an den steilsten Hängen machen den Reiz dieser über eintausend Jahre alten Kulturlandschaft aus. Eingerahmt wird die Paderborner Hochfläche und die ganze Region von zwei waldreichen Gebieten: Dem Höhenzug des Eggegebirges im Osten und dem Alme-Afte-Bergland als Teil des Sauerlandes im Süden. Ausgedehnte Buchenwälder in der südlichen Egge und rund um die Quellen der Alme stellen nicht nur einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, sondern sind gleichzeitig wesentlicher Bestandteil des europäischen Naturerbes.

 

Industriegebiet Haaren Industriegebiet Haarenam Autobahnkreuz A44/A33 Wirtschaft

Wirtschaftlich ist der Standort "Südliches Paderborner Land" heute vom Einfluss der im Informationszeitalter aufgestiegenen Großstadt Paderborn geprägt. Der schon immer fehlenden industriellen Produktion in der Region steht ein starkes mittelständisches Handwerk gegenüber. Vorhandene eigene Standortpotentiale - auch in den Bereichen Gesundheit und Bildung - unterscheiden die Region "Südliches Paderborner Land" deutlich sowohl von den reinen Vororten im Umfeld Paderborns (Elsen, Wewer etc.) als auch den strukturschwächeren Regionen im Sauerland und östlich des Eggegebirges. Jahrhunderte lang wirkende Produktionsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft beeinflussen jedoch bis heute die Erwerbsstrukturen in der Region. Die regionale Identität des "Südlichen Paderborner Landes" hat sich bis heute erhalten, wohl im wesentlichen wegen der starken Verwurzelung von Menschen ähnlicher Mentalität mit ähnlichen Problemen in einer historisch gewachsenen, homogenen Region. Dies zeigt u.a. ein gemeinsamer Regionalteil in den lokalen Tageszeitungen und eine traditionelle Zusammengehörigkeit in Heimatkultur und Sport.

12.04.2009
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