Nachhaltiges Kommunales Flächenmanagement
Gefördert durch:
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
Projektträger:
Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW e. V.
Bestärkt durch die positiven Ergebnisse eines Modellprojekts erarbeitete der Projektträger LAG 21 NRW 2008 ein Folgeprojekt mit einer breitenwirksamen Einführung des Nachhaltigen kommunalen Flächenmanagementsystems aus.
Ziel dieses Projektes bis Ende 2009 ist es, die in vier NRW-Kommunen erfolgreich erprobte Vorgehensweise effizient und zielgerichtet auf möglichst viele NRW-Kommunen zu übertragen (vom Projekt zum Prinzip). Hierdurch soll die notwendige Trendwende zu einer kontinuierlich sinkenden Flächeninanspruchnahme in NRW eingeleitet werden.
Am Projekt nehmen aktuell die Kommunen Bergisch Gladbach, Haan, Hellenthal, Ratingen, Rheine, Moers und Porta Westfalica sowie als „Region Südliches Paderborner Land“ die Kommunen Bad Wünnenberg, Borchen, Büren, Salzkotten und Lichtenau teil. Durch die Region Südliches Paderborner Land können erstmals auch regionale Aspekte in den Managementsystemen berücksichtigt werden.
Die von den Projektkommunen gewählten Schwerpuktthemen greifen die vor Ort jeweils aktuellen Fragestellungen auf:
Bergisch-Gladbach: Wohnen und Demografie
Haan: Wohnbauland, demografische Entwicklung und kommunale Infrastruktur
Hellenthal: Demografische Entwicklung / Siedlungsentwicklung
Moers: Nachhaltige Flächenentwicklung und Anpassung an den Klimawandel
Porta Westfalica: Wohnsiedlungsentwicklung, Demografie und Infrastruktur
Ratingen:
Binnenentwicklung - Nachhaltiges Arbeiten und Wohnen im Zeichen des demografischen Wandels
Rheine: Dorenkamp.2020 - Wohnsiedlungsentwicklung und demografischer Wandel
Südliches Paderborner Land:
Chancen & Grenzen der Binnenentwicklung in einer wachstumsstarken ländlichen Region
Es ist festzustellen, dass die Auswirkungen des demografischen Wandels in Verbindung mit Infrastrukturkosten und Finanzkrise der Städte und Gemeinden einen steigenden Stellenwert in den Diskussionen vor Ort einnehmen. Somit besteht mit der Einführung eines nachhaltigen kommunalen Flächenmanagementsystems die Chance, sowohl einen Beitrag zur quantitativen Reduzierung des Flächenverbrauchs zu leisten, als auch eine strategische Planung zur zukünftigen Finanzierung von Infrastrukturkosten einzubinden.
Voraussetzung für eine zukunftsfähige kommunale Flächenplanung ist eine ehrliche Analyse und Bewertung der bisherigen Entwicklung. Im Projekt der LAG 21 NRW wird diese Analyse durch ein Indikatorentool gewährleistet, der es den Kommunen ermöglicht, ihre flächenrelevanten Daten der letzten 20 Jahre anschaulich darzustellen und zu bewerten. Zudem gilt es, durch die Information über Indikatorenentwicklung in den parlamentarischen Gremien vor Ort Bewusstsein zu schaffen.
Durch gezielte Information der politischen Entscheidungsträger über eine integrierte, an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtete Dorf- und Stadtentwicklung sollte es gelingen, weitere Aspekte in die Diskussion vor Ort einzubringen und so schrittweise von einem Flächenmanagementsystem zu einem strategischen Nachhaltigkeitsmanagementsystem zu wechseln.
Bisherige Projektunterlagen der Projekttagungen in Schwerte (PDF)
